DAS BUCH

/ GUT HERMANNSBERG

/ EIN WEINGUT SCHREIBT GESCHICHTE

Gut Hermannsberg an der Nahe blickt auf eine lange, bewegte Geschichte als Spitzenweingut und Kulturdenkmal des deutschen Weins zurück. Das preussische Königreich gründete im Jahr 1902 die Weinbaudomäne als Vorbildbetrieb der Region. Strafgefangene bewegten hunderttausende Kubikmeter Erde, um die Spitzenlagen „Kupfergrube“ und „Hermannsberg“ anzulegen. Sie gehören bis heute zu den besten Rieslinglagen der Welt.

Dr. Christine Dinse erzählt diese große Geschichte fesselnd als Wein-, Kultur- und Zeitgeschichte. Sie berichtet von den Menschen, den Begebenheiten des Alltags, von Wissenschaft, Politik und großer Prominenz. Bislang unveröffentlichte Originalakten, Verkostungsnotizen, historische Karten, Fotos, Dokumente sowie großformatige Landschaftsaufnahmen illustrieren eindrucksvoll den langen Weg vom „fiskalischen Musterweinberg“
der Jahrhundertwende bis zum Neuanfang als Gut Hermannsberg.

Dieses Buch richtet sich an alle, die deutschen Riesling lieben und mehr über seine Geschichte erfahren wollen.

Im folgenden zwei Auszüge des Buches:

"Riesling Glanz und Reblausplage"

Vom Kometenjahr 1911 profitiert auch die Domäne und kann stolz auf die erste reiche Ernte mit 24.102,8 Litern verweisen. Mostgewicht und Säure bewegen sich zwischen 70 und 94° Oechsle und zwischen 6,2 und 11,5 Promille. Der Wein des Jahrgangs lässt schon die künftige Güte der Nahe-Domänen-Gewächse erahnen. 1912 ordnet der Regierungspräsident in seiner Verfügung III 3 Nr.92 vom 4. Februar 1912 an, das die Weinbergsdomäne Niederhausen-Thalböckelheim künftig den Namen “Niederhausen-Schloßböckelheim zu führen habe. (1923) (Auszug 2. Dekade, 1911-1920)

"Kampf gegen Schädlinge"

Die zweite Dekade des 20. Jahrhunderts steht vorrangig für den Kampf gegen Schädlinge. Da kommt es sehr gelegen, dass direkt auf dem Domänengelände eine Forschungsanstalt eingerichtet wird. 1914 wurde sie als “Dominial-Versuchsanlage Schloßböckelheimer Kupfergrube” bekannt. Gegen den Dickmaulrüssler und seine Larven wandten Forscher folgende Strategie an:….(Auszug 2. Dekade, 1911-1920)